Weinweg_Sinne_Weinflasche_Wegweiser | © Tourismusverband St. Anna am Aigen, Edgar Strasser

Weinweg der Sinne Sankt Anna am Aigen

Der Weinweg ist ein Rundwanderweg. Er führt vom Sankt Anna'rer Höhenrücken ins Pleschbachtal, fortan über den Südhang des Stradnerkogels bis zum Rücken des Gießelsdorfberges - zurück über das obere Steintal, über den Dammberg ins Pleschbachtal, auf den Sankt Anna'rer Höhenrücken. Die Weglänge beträgt 13,9 Kilometer.


Der Weg ganz im Zeichen des Steirischen Weines

Der Weg ist unterteilt in eine östliche Runde (acht Kilometer) und in eine westliche Runde (sechs Kilometer). Entlang des Weges finden sich zahlreiche interaktive Stationen, die alle Sinne berühren. Der tiefste Punkt liegt auf 280 Metern Seehöhe, der höchste Punkt auf 486 Metern Seehöhe. Das Auf und Ab des Wanderweges überwindet 480 Höhenmeter. Der Weinwanderweg der Sinne ist am interessantesten von März bis Mai und von Mitte August bis Mitte November.

Die Wegmarkierungen sind auf Edelstahlsäulen angebrachte Steiermark-Weinflaschen, die mit dem Flaschenhals die Richtung weisen. Des Weiteren dienen entlang des Weges weiße, ovale Markierungen mit aufgemalten roten Trauben als Markierung (vorwiegend in Waldpassagen).

Weinweg der Sinne-Wanderkarte

Weinweg_Wanderkarte_Steiermark | © Thermen- & Vulkanland Steiermark, Robert Hopfer
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Die Weinweg der Sinne-Wanderkarte können Sie kostenlos per Telefon unter +43 3382 55 100 oder per Mail an info@thermen-vulkanland.at bestellen. Hier finden Sie die aktuellste Karte des Weinweges als Download.

Alle Stationen des Weinweges im Überblick

Kreativ gestaltete Stationen entlang des Weges laden immer wieder ein, die Sinne zu aktivieren, neues zu entdecken und auch wissenswertes über den Wein und die Region zu erfahren.

Start- und Ausgangspunkt

Start- und Ausgangspunkt des Rundweges bildet die Gesamtsteirische Vinothek in St. Anna am Aigen. Hier finden sich mehr als 120 Weine aus allen drei Weinbaugebieten der Steiermark inklusive fachkundiger Betreuung und hilfreichen Information rund um den steirischen Wein.

Marktplatz St. Anna am Aigen

Panorama: Hier genießt man einen außergewöhnlich Blick bis über die Landesgrenzen nach Ungarn, Slowenien und Kroatien (Geschriebenstein, Rotterberg, Stadelberg, Ivancica, Königsberg, Donati, Boc, Bachern, Koralm, Steiner Alpen, Stradner Kogel, Gleichenberge, Riegersburg, Wechsel).

Geologie: Rotterberg und Stadelberg im Osten sind ca. 620 Mio. Jahre alte Schieferberge. Die Gleichenberger Vulkanberge sind 16 bis 18 Mio. Jahre alt – ebenso die meisten Schwemmlandhügel und Täler. Der Königsberg ist ein Eruptivvulkan, der Stradnerkogel ein Embryonalvulkan mit einem Alter von etwa 1,7 bis 2,4 Mio. Jahren. Den Höhenrücken von St. Anna prägt ein Kalkriff.

Geschichte: St. Anna ist ein junger Ort, der nach dem Kirchenbau (der Hl. Anna geweiht) 1717 entstand. Die umliegenden Ortschaften datieren teilweise aus dem 13. Jahrhundert.

Topografie: Höhenrücken von Norden nach Süden bis 410 m hoch. Die Kulturlandschaft ist geprägt von kleinbäuerlicher Struktur. Wein- und Holundergärten (besonders zur Blüte im Mai) prägen die Weinbaugemeinde im Südosten der Steiermark.

Sehenswert: Die Gesamtsteirische Vinothek in der mehr als 120 verschiedene Weine aus allen Weinbaugebieten der Steiermark verkostet werden können. Im Patenschaft- und Erlebnisweingarten wurde eine Lange Tafel installiert, die für diverse Veranstaltungen angemietet werden kann. Informationen rund um die Südoststeiermark sind im Wasserturm zu finden, der zusätzlich auch als Weinarchiv der St. Anna‘rer Winzer dient.

Wasserturm

Los geht’s vorbei am Infoturm (hier befindet sich auch das Weinarchiv der St. Anna’rer Weinbauern) zwischen dem Gemeindezentrum und dem Pfarrheim. Weiter geht es links über die Hänge hinunter in das Pleschbachtal. Im ersten Waldstück angekommen durchquert man den Barriquetunnel – hier lässt sich das Eichenholz riechen. Zusätzlich gibt es eine natürliche Anlage von Unterlagsreben zu sehen.

Vorbei am Tennisplatz führt der Weinweg zur Wasserorgel, bei der man durch Heben und Senken eine eigene Symphonie komponieren kann. Beim Wasserheber lässt sich das Wasser durch geschicktes Drehen anheben.

Wasserorgel im Pleschbachtal

Der Wald hat hier Auwaldcharakter. Erlen, Weiden und Eschen sind die bestimmenden Baumarten. Das Pleschbachtal weist einen leicht sumpfigen Charakter auf.

Vegetation: Hier ist im Frühjahr noch die Sumpfdotterblume zu finden. Im Sommer kann man Blüten der Türkenbundlilie bewundert. Ab August verbreitet das Alpenveilchen (Cyclame) seinen betörenden Duft.

Die Wasserorgel ist ein Erlebnispunkt für Kinder, denn durch das Heben und Senken des Stahlzylinders werden Töne erzeugt. Ebenso gibt es eine archimedische Schraube und ein kleines Wasserrad, die für Kinder eine eigene Faszination haben.

Aufstieg nach Schemming

Dem Pleschbachtal folgen wir nun noch ein Stückerl. Hier gilt es den ersten Aufstieg über Schemming zu meistern. Je weiter wir hinaufkommen, desto mehr öffnet sich der wunderbare Blick in Richtung St. Anna am Aigen und die umliegende Hügellandschaft der Südoststeiermark.

Im Rosengarten mit den Windorgeln lässt sich der Duft des Weines durch die Blume, beispielsweise der Traminer, erriechen. Beim Kräutersitz nimmt man Platz und versucht durch Zerreiben und Riechen das Bukett und Aroma von Gewürzen.

Beim Aussichtspunkt, der Riede Schemming, lässt sich die Aussicht von Ungarn über das Burgenland bis nach Kroatien genießen.

Aussichtspunkt Schemming

Liegt auf einer Seehöhe von rund 440 m und dient hervorragend als Rastplatz nach dem Aufstieg aus dem Pleschbachtal. An diesem Platz auf einem Südhang gelegen hat man einen weiten Ausblick nach Ungarn und Slowenien bzw. Kroatien.

Die Siedlung ist geprägt von einer alten Kellerstöcklzeile, darüber thront inmitten des Waldes die Schemmingkapelle (Marienheiligtum). Die Schemminger Weinriede ist besonders geeignet für Welschriesling und Burgundersorten.

Alter Schul- und Kirchenweg

Über den alten Schul- und Kirchenweg wandert man über Weingärten, Wälder und Wiesen südlich an Hochstraden vorbei.

Hier findet man vor jahrhunderten gelegte Steinstufen aus Basaltstein. Hierbei handelt es sich um den kürzesten Fußweg zwischen Hochstraden und St. Anna am Aigen.

Abkürzung 

Der Rundweg lässt sich auch in zwei Teilstrecken zerlegen, sollte die ganze Distanz von 13,9 Kilometern zu groß oder genussreich sein. Hierfür einfach vor dem Aussichtspunkt Kaufmannweber (Riede Forst und Oberstein) links wegbiegen.

Aussichtspunkt Kaufmannweber

Ein Aussichtspunkt und Rastplatz, der auf ca. 440 m liegt und einen fantastischen Ausblick über die Weingärten von Frutten-Gießelsdorf bietet. Die Riede Hochstraden eignet sich besonders gut für Sauvignon blanc, Traminer, Burgunder- und Rotweinsorten.

Vom Aussichtspunkt Kaufmannweber geht es weiter durch den Höllischgraben, der Teufelsstrecke vom Stradnerkogel, der zum Schaudern einlädt.

Höllisch Graben

Der Höllisch Graben ist ein mystischer Punkt, der am südlichen Abbruch der Hochstradener Basaltplatte liegt. Ein imposanter Graben, mitten im Wald gelegen.

Vom Höllischgraben geht es weiter zum Grenzlandhof, vorbei am Streuobstgarten und schließlich zur Aussichtswarte, wo unter anderem die vielleicht längste Rebe Europas wächst. Zurück geht es über einen anderen Weg. Zuvor sollte man sich allerdings noch die Zeit nehmen den Aussichtsturm zu erklimmen und den herrlichen Ausblick zu genießen.

Aussichtswarte Frutten-Gießelsdorf

Die Aussichtswarte wurde vor über 30 Jahren als 40 m hohe Stahlkonstruktion errichtet. Hier wächst die vielleicht längste Rebe Europas! Die Aussichtswarte ermöglicht Weitblicke von der Koralm bis tief ins Slowenische und Kroatische. Zusätzlich bietet sich ein Blick nach Straden (leicht an den drei Kirchtürmen zu erkennen) und zurück nach St. Anna am Aigen.

Die Labestation wird von Ostern bis Allerheiligen betrieben. Im Nebengebäude befindet sich eine Naturkegelbahn. Von hier aus bietet sich auch die Möglichkeit auf den Stradnerkogel (höchster Punkt zwischen Demmerkogel und Kulm) oder zum Rosenberg weiter zu wandern.

Beim Trichter, der nächsten Station, lässt sich erkunden, ob man Ohren für die Natur hat. Einfach nur zuhören. Bei der Brücke über den Reben lässt sich der Weingarten aus einer anderen Perspektive erleben.

Brücke über den Reben

Eine Holzbrücke, die auf einer Strecke von ca. 35 m über den Weingärten verläuft. Von hier bietet sich die Möglichkeit, die Arbeit der Winzer zu verfolgen. Zusätzlich eignet sich die Brücke als idealer Aussichts- und Fotopunkt.

Vulkanfenster

Unter den Reben geht’s weiter zum Vulkanfenster, das aus erstarrter Lava besteht. Die vulkanischen Böden rund um St. Anna am Aigen bilden die Grundlage für den ausgezeichneten Wein.

Nun geht es über die steile Leit'n zurück nach St. Anna am Aigen. Hierbei handelt es sich um einen monumentalen Aufstieg zur Kirche. Der Aufstieg ist von einem Tropengarten mit mehr als 150 verschiedenen Pflanzen gesäumt. Auf der steilen Leit’n lernt man die meist harte und beschwerliche Arbeit der Weinbauern schätzen.

Steile Leit'n

Aufstieg über den einst steilsten Weingarten der Pfarre. Derzeit wachsen dort exotische Gewächse wie die dreiblättrige Zitrone, der Feigenstrauch, Bambus, der Schlafbaum, der Schlangenbaum und einiges mehr.

Alte Presse und Patenschafts- & Erlebnisweingarten

Somit ist man fast schon wieder am Ziel. In der alten Presse, die aus dem Jahr 1750 stammt, lauscht man den Tönen des Weines im Jahreskreis. Ein paar Meter weiter befindet sich der neu angelegte Patenschaft- und Erlebnisweingarten der Jungwinzer aus St. Anna am Aigen.