Waltrafelsen_Sankt Anna am Aigen_Unifrauen_Sage | © Andrea Pock

Sagenhafte Spurensuche

Versunkene Städte, mysteriöse Burghöfe, verzauberte Schlösser und geisterhafte Lichtungen - auf Schritt und Tritt gibt es in der Steiermark sagenhafte Welten zu entdecken.


Da erzählt man sich vom glücksbringenden Schratl in Krusdorf, in Hainfeld soll der weibliche Vampir Carmilla umgegangen sein, von Riesen in den Hügelgräbern von Straden ist die Rede und auf der Riegersburg waren ohnehin ganze Heerscharen von Hexen und anderen zwielichtigen Gestalten zugegen. Die Ahnfrau wartet auf der Ruine Klöch wohl immer noch auf ihre Erlösung und selbst der berühmte Till Eulenspiegel gab sich einmal die Ehre und stattete Feldbach einen Besuch ab.

In einer Reihe sollten sich die Feldbacher aufstellen, dann würde er jedem siebenten zu unermesslichem Reichtum verhelfen. Bis Mitternacht hatten sie Zeit, doch schließlich war nicht die Spur einer Reihe zu erkennen, nur ein heilloses Durcheinander, denn jeder wollte an siebenter Stelle stehen. Eulenspiegel hielt den Leuten den Spiegel vor und fuhr kommentarlos lächelnd davon. Fantasie und Realität liegen offenbar näher beisammen, als so manchem lieb sein dürfte.

Buchtipp: Johann Schleich: "Törin, Schratl und Nachtahn", illustriert von Roswitha Dautermann, Vehling Verlag 2010.