Huegelland_Steiermark_Weingarten_Vulkanland | © Winzer Vulkanland Steiermark

Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark DAC

Als die Erde Feuer spie

Früher hieß das Weinbaugebiet Südoststeiermark, sein neuer Name ist Vulkanland Steiermark, und damit ist schon vieles gesagt. Aber nicht nur durch den Boden unterscheidet sich dieses Gebiet von den anderen. Auch klimatisch gibt es Unterschiede.


Vulkanisch geprägt

Zum Vulkanland Steiermark gehören die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Südoststeiermark und Weiz sowie von den politischen Bezirken Graz-Umgebung und Leibnitz die Gemeinden links der Mur. Die Gemeindereform, aus der unter anderem der Bezirk Südoststeiermark hervorgegangen ist, machte eine Namensänderung des Weinbaugebietes sinnvoll, da das Gebiet doch deutlich größer ist als dieser eine Bezirk. Dazu kommt, dass dem Begriff Vulkanland schon mit anderen landwirtschaftlichen Produkten der Weg geebnet worden ist.

Und tatsächlich erspart der Name bereits einige Erklärungen, denn der Boden zählt zu den Besonderheiten dieses Gebiets. Es ist natürlich schon lange her, dass die Erde ihre Schleusen geöffnet hat. Es gibt aber zwei Zeiträume, die für die Entstehung der vulkanischen Böden in der östlichen Steiermark verantwortlich sind. So entstanden der Gleichenberger Kogel und der Schaufelgraben in Bairisch Kölldorf vor ca. 17 bis 12 Millionen Jahren (Miozän). Spuren von 40 Vulkanschloten sind heute noch in der Südoststeiermark zu entdecken. Sie stammen aus der Zeit des jüngeren Vulkanismus (Pliozän und Pleistozän). So entstanden das Klöcher Massiv vor rund 2,6 Mio. Jahren, der Stradener Kogel vor 1,71 Mio. Jahren und der Steinberg von Mühldorf vor 2,6 Mio. Jahren durch größere Lavaergüsse. In den Tuffen eingeschlossen sind mitunter edle Kostbarkeiten wie Olivine. Sie sind bei Fehring, in Kapfenstein und rund um Feldbach zu finden. Olivine sind Repräsentanten der Gesteinszusammensetzung aus einer Tiefe von 60 km.

Vulkanisches Gestein tritt hier in unterschiedlichen Formen auf, einerseits als Tuff, andererseits als Basalt. Tuff ist, vereinfacht gesagt, erstarrtes Eruptivgestein. Also jene Teile, die bei einem Vulkanausbruch hoch in die Luft geschleudert werden. Tuff ist grobporig und kann noch hart, aber auch bereits so weich sein, dass man ihn zerbröseln kann. Basalt dagegen ist erkaltetes Magma, also flüssiges Gestein aus dem Erdinneren, das schließlich nach dem Austritt erkaltet. Basalt ist dunkelgrau bis schwarz, sehr kompakt und hart. In Klöch gibt es übrigens noch heute ein Basaltwerk. Basalt wird vor allem für den Unterbau von Bahngleisen benötigt.

Weinkeller_Gewoelbe_Schluessel_Tuer | © Winzer Vulkanland Steiermark

Weingüter & Vinothek

im Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark
Wenn landschaftliche Schönheit, edler Wein, kulinarische Köstlichkeiten und freundliche Menschen irgendwo in einer perfekten Symbiose zusammenfinden, dann kann es sich dabei nur um einen glücklichen Zufall handeln - oder eben um das Thermen- und Vulkanland Steiermark.

Boden und Gestein

Im steirischen Weinland findet man unterschiedlichste Bodenqualitäten, die sich jeweils positiv auf spezielle Wein- und Rebsorten auswirken. Das Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark ist vor allem von Basalt, Tuff, Muschelkalk und Kalkstein geprägt.

Basalt_Gestein_Wein_Steiermark_Vulkanland

Basalt

Extrem hartes Gestein, das aus der Tiefe der Erde stammt. Vorwiegend in der Klöcher Gegend vertreten.

 

 

 

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Tuff

Auch vulkanischen Ursprungs, aber poröser als Basalt. Häufig als Einsprengsel im Boden anzutreffen.

 

 

 

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Muschelkalk

Früher war hier einmal ein Meer. Die Kalkablagerungen begünstigen die Burgundersorten. Vor allem Weißburgunder ist stark verbreitet.

 

 

Kalkstein_Wein_Steiermark_Vulkanland

Kalkstein

Die härtere Form des Kalkbodens besteht überwiegend aus den Mineralien Calcit und Aragonit.

Paar_Winzer_Weingarten_Rebe_Detail | © Thermen- & Vulkanland Steiermark, Harald Eisenberger

Winzervereinigungen

Zusammen geht bekanntlich vieles einfacher, das haben die Winzer des Vulkanlands Steiermark bereits früh erkannt und sich zu Winzervereinigungen zusammengeschlossen.