Handgeschoepft_Schokolade_Zotter_Steiermark | © Zotter Schokoladen

Schokolade aus der Steiermark

Fantasie in Hülle und Fülle

Vergessen Sie alles, was Sie über Schokolade wissen! Quereinsteiger Josef Zotter definiert die süßen Dinge des Lebens neu.


Handgeschöpft

Angefangen hat alles mit der Schoko-Lade im elterlichen Gasthaus. Jene war meist verschlossen und um "beim lieben Gott nicht schlecht angeschrieben zu sein", machte sich Klein-Josef auch nicht auf die Suche nach dem Schlüssel. Aber das Verlangen blieb und weder die Zeit in der Gastronomie auf dem Arlberg, noch die Bekanntschaft mit dem Kochzampano Werner Matt vermochten Meister Zotter von seinem Faible für die süßen Seiten des Lebens abzubringen. Er sagte den Hochleistungsküchen adé und eröffnete nach seiner Heirat mit Ulrike im Jahr 1987 ein Kaffeehaus in Graz.

Während viele noch seiner grenzgenialen "Die Fanny"-Torte nachweinen, waren manche für Josef Zotters Naschereien - wie zum Beispiel Sachertorte mit Chili und Ingwer - noch nicht bereit. Da der findige Südoststeirer aber erstens eine Nase dafür hat, was möglich ist, und zweitens Leidenschaften ungern aufgibt, entschloss er sich, den Weg weiterzugehen. Und er tat recht daran, denn kurze Zeit später wurde in Österreich die Monarchie wieder ausgerufen: Josef Zotter schwang das Zepter als Schokoladenkaiser. Der Sitz seiner Schokofabrik ist Bergl bei Riegersburg geblieben.

Übrigens: Im Thermen- und Vulkanland Steiermark wird nicht nur biologischer Edelkakao geröstet. Josef Zotter röstet auch Bio-Kaffee. Die Zotter Erlebniswelt im beschaulichen Bergl bei Riegersburg hat sich zu einem Kompetenzzentrum der Schokoladen-Szene entwickelt, wo seltene Bio-Kakaoraritäten mit viel Know-How und Fingerspitzengefühl veredelt werden.

Nimmermüde Grillen im Kopf

Woher die unerschöpflich vielen neuen Ideen kommen, fragen wir Josef Zotter, der uns ein klein wenig an Herman van Veen erinnert. "Ich schreibe sie alle aus meinen Kopf heraus", sagt er, "danach werden sie ausprobiert". Das Einfache an dieser Arbeit ist vielleicht, dass das vorher noch keiner gemacht hat. So darf er auf jede neue Kreation neugierig sein. "Manchmal schmeckt das dann nicht so gut, aber meistens ist etwas sehr Gutes dabei. Es funktioniert also so nach dem Motto: Auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn."

Darf Josef Zotter also wirklich Versuch und Irrtum leben? "Ja, es ist wichtig, dass man die Ideen leben lässt", sagt er. PS: Es gibt bereits 500 Sorten Schokolade fix in seinem Sortiment. Lauter "Körner".

 

Schokolikör

Wenn zwei Größen gemeinsame Sache machen, kommt meist etwas noch größeres dabei raus. Als süßer Abschluss einer jeden Mahlzeit gibt's einen Schokolikör von Alois Gölles und Josef Zotter. Das ist Hochprozentiges in Damenversion.

Alois Gölles Edelbrand Hotel Steiermark Portrait | © Thermen- & Vulkanland Steiermark, Harald Eisenberger

Eigensinn zum Kosten: Wer wagt, gewinnt!

Am Anfang steht die Idee. Dann wird Mut und Unternehmergeist in das Potpourri gemischt und etwas Glück hineingestreut. Das Thermen- und Vulkanland Steiermark ist Heimat vieler Menschen, die etwas gewagt haben, das viele vielleicht für unmöglich hielten.