Flagship Product: Steirischer Kren g.g.A.

Der typisch steirische Kren wird größtenteils in der Südoststeiermark angebaut. Er liebt lehmige Böden, die aufgrund eines hohen Anteils verwitterter Minerale im Vulkanlandboden und einer guten Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser besonders fruchtbar sind. Ein Acker kann auch nur alle drei bis vier Jahre mit Kren bebaut werden, da eine natürliche Fruchtfolge gegeben sein sollte, um die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu erneuern und zu stabilisieren.


Von Mitte März bis Mitte April wird angepflanzt. Einer der arbeitsintensivsten Produktionsschritte ist das so genannte "Kren heben". Dabei werden die Wurzeln freigelegt und Seitentriebe sowie Seitenwurzeln bis auf den Kräftigsten entfernt. Im Herbst wird der steirische Kren geerntet – dabei spricht man von "Kren ausbaun". Diese spezielle Anbaumethode gibt dem steirischen Kren noch einmal eine besondere Schärfe.

Kren_reiben_reissen_Steiermark | © Flagship Products, Bernhard Bergmann

Wirkung & Besonderheiten zum Kren

Der steirische Kren wurde schon immer als probates Hausmittel geschätzt. Im Volksmund wird das Wurzelgemüse als "Penicilin des Gartens" bezeichnet. Die Senföle, Vitamine und Mineralstoffe im Kren wirken desinfizierend, reinigend, durchblutungsfördernd und antibakteriell. Kren fördert Nierentätigkeit, hilft bei Blasenleiden, Nierenbeckenleiden, ableitenden Harnwegsentzündungen und regt die Verdauung an. Außerdem stärkt er die Abwehrkräfte und wirkt Husten lösend.

Der Kren …

  • enthält ätherische Öle, wertvolle Mineralstoffe
  • hat doppelt so viel Vitamin C wie die Zitrone
  • besitzt antibiotische Wirkungen
  • schützt vor Erkältungen
  • fördert die Verdauung
  • stabilisiert Herz und Kreislauf
  • erhöht die Durchblutung der Schleimhäute
© Flagship Products, Bernhard Bergmann

Zahlen, Daten, Fakten zum Kren

Der Kren (Armoracia rusticana), im europäischen Raum auch Meerrettich genannt, gehört zur Familie der Kreuzblüter (Brassicaceae) mit rund 3.000, meist krautigen, weltweit verbreiteten Arten. Die Krenstaude hat breite, glänzende, langgestielte Blätter, einen kräftigen Stängel und weiße Blütchen in lockerer Traubenrispe.

Krenernte: 99 Prozent der Krenernte kommen aus der Steiermark (etwa 4.000 Tonnen pro Jahr). Pro Hektar steirischer Kren sind rund 1.000 Arbeitsstunden notwendig. Der Nährwert von 100 Gramm Kren beträgt 266 kJ.

 

Hauptbestandteile Menge [g/100 g Kren]
Wasser 76,60
Proteine 2,80
Fett 0,30
Kohlenhydrate 11,67
Organische Säuren 0,68
Mineralien 2,20

Krenfibel
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