23.04.2020 Robert Hopfer

Labonca Biohof: Im Reich der Sonnenschweine

Bei fast jedem Wetter führt Norbert Hackl seine Besucher in das Reich seiner Sonnenschweine und danach zur Verkostung der Spezialitäten auf seinem Labonca Biohof.


Ganzjährige Freilandhaltung

Unter Urwald-ähnlichem Gesträuch (70.000 Quadratmeter üppiger Topinamburwuchs) kommt ein Schwein hervor und bleibt breitbeinig auf der sonnenwarmen Erde stehen. Bilder wie dieses bekommen Interessierte bei den Führungen mit Norbert Hackl zu sehen.

Der Bio-Bauer zeigt gerne her, was er unter "Massentierhaltung" versteht: 20 Hektar Weidefläche für 200 Mastschweine, 20 Mutterschweine und drei Eber. Die Menschengrüppchen sind die Sonnenschweine, deren Ohren, wenn der Lichteinfall mitspielt, kupferrot im Grasgrün glänzen, längst gewöhnt.

Sonnenschweine sind eine Kreuzung aus Schwäbisch-Hällischem Landschwein und Duroc, erfährt man. Die moderate Behaarung (nicht so ausgeprägt wie bei Wollschweinen) schützt sie vor Hitze und vor Kälte. Den Anstoß dafür, die Stallhaltung zu beenden und das Wagnis ganzjähriger Freilandhaltung einzugehen, kam 2003 von Norberts Frau Ulrike.

Heute, nach mehr als 10 Jahren, schwärmt ganz Österreich von dem Betrieb, der artgerechte Tierhaltung auf einem Niveau vorzeigt, wie man es eigentlich sonst nirgends findet.

Wer unter den Besuchern Glück hat, bekommt auch einen "Natursprung" zu sehen. Schwein beim Ferkel machen. Und Mutterschweine, die ihre Kleinen zärtlich berüsselt. Nur wenige Promille der drei Millionen Schweine in Österreich leben auf so viel Platz mit so viel Lebensqualität im Freien.

 

TIPP: Führungen finden in den Sommermonaten an jedem Freitag um 10.00 Uhr und jeden Samstag um 13.00 Uhr statt. www.labonca.at

Bildnachweis: Thermen- & Vulkanland Steiermark, Harald Eisenberger

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