23.07.2020 Robert Hopfer

Die Top 7 Orte mit Vergangenheit

Die Kraft von Steinen spüren, dem Schweigen der Bäume lauschen, Hausbesuch bei den Kelten und weite Blicke von der jahrhundertealten Burgruine genießen: Wir stellen Ihnen die TOP mystischen Momente "draußen vor der Tür" vor!


Kraft tanken bei mystischen Plätzen

In Zeiten wie diesen sind persönliche Kraftplätze von unschätzbarem Wert. Lasst euch von unserer Auswahl inspirieren und reist zu einem dieser sieben mystischen Kraftplätze im schönen Thermen- & Vulkanland Steiermark - und nicht vergessen: Tankt Kraft!

1. Quelle Lautenberg in Bad Loipersdorf

Es geschah vor langer Zeit, dass hier an diesem Ort weise Erdgeister ihr Zuhause fanden. Sie waren dem leisen, doch drängenden Ruf dieses besonderen Fleckchens Erde gefolgt - wurden magisch von den Wiesen und Wäldern angezogen, die hier in eine friedvolle Lichtung münden. Die zarten Wesen spürten, dass tief verborgen noch eine weitere Kraft schlummerte. Diese Kraft wurde von den Wassergeistern gehütet, die über Generationen damit betraut waren, dieses Wasser zu ehren, es mit den wertvollsten Mineralien aus dem Erdinneren anzureichern und seine Reinheit zu bewahren.

Mit ihrem Wasser kamen die Wassergeister aus dem Schoß der Erde empor. Damals wie heute sind sie bei ihrem Wasser und bewachen seinen Weg von der Quelle ins Thermenresort. Sie bewahren heute wie einst die Reinheit, Lebendigkeit und Kraft des Wassers und wachen darüber, dass die Menschen diesen Reichtum wahrnehmen, erleben und wertschätzen.

So sehr sie das lebendige Treiben an der Erdoberfläche genießen und sich freuen, wenn Menschen auf scheinbar wundersame Weise verändert aus dem Wasser steigen, so sehr schätzen die Wassergeister auch die Stille im Erdinnern. Daher ziehen sie sich von Zeit zu Zeit zurück und tauchen in ihre ursprüngliche Heimat hinab. An diesen Tagen fließt an der Erdoberfläche kein Wasser aus der Quelle Lautenberg in Bad Loipersdorf. Tief in der Erde lauschen die Geister dann dem stillen, gleichmäßigen Herzschlag der Quelle, bevor sie alsbald wieder gemeinsam mit ihrem Wasser in Erscheinung treten.

2. Die 1000-jährige Eiche in Bad Blumau

Die "dicke Oachn", wie die Leute die vielleicht älteste Eiche Europas nennen, hat mehr als 1.000 Jahre auf dem Buckel. Was alles in dieser Zeit geschehen ist, während sie dem Himmel von Bierbaum entgegenwuchs, dreißig Meter hoch wurde und einen Stammdurchmesser von 2,5 Metern entwickelte, muss man sich einmal vorstellen. Ihr Anfang fiel in die Zeit Karl des Großen, als Kolumbus Amerika entdeckte, war sie bereits 700 Jahre alt. Viele Generationen von Kindern spielten in ihrem Schatten, wurden älter, feierten Feste und vergingen.

In den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde es erstmals auch für die Eiche kritisch. Nach einem Blitzschlag hatte man leichtfertig Beton in den hohlen Stamm gegossen - bald mussten echte Baumdoktoren anrücken und ihre Künste an ihr beweisen. Glücklicherweise konnte sie gerettet werden, sodass noch viele Menschen unter ihr rasten, ihrem Schweigen lauschen und etwas von ihrer Stille in sich aufnehmen können. Faszinierend ist, neben dem Gedanken an die Dauer ihres Daseins, auch die Tatsache, dass alle dreißig Generationen, denen der Baum im Laufe der 1.000 Jahre gehört hat, auf die Verwertung des Holzes verzichtet haben, ihn am Leben ließen …

3. Das Keltendorf in Kulm

Am Fuße des Kulms (ein 975 Meter hoher Inselberg nahe Stubenberg, der einen Panoramablick über die gesamte Oststeiermark bis ins Pannonische Tiefland bietet) gibt es das 1. Urgeschichtliche Freilichtmuseum der Steiermark. Es zeigt verschiedene Hausformen aus mehr als 6.000 Jahre Besiedlungsgeschichte am Kulm (von der Stein- bis zur Keltenzeit). In zehn Häusern wird die damalige Lebensweise der Menschen dargestellt. Auch Bauten wie ein Kulthügel, ein Getreidespeicher und eine Backhütte aus der Hallstattzeit sind zu sehen.

Übrigens: Für GenussCard-Besitzer ist der Hausbesuch bei den Kelten - wie auch weitere 240 Ausflugsziele - kostenlos!

4. Mystik Wein und Burg

Auf den Spuren des Weins wandelt man auf dem 13,5 km langen Klöcher-Traminer-Weg in der Marktgemeinde Klöch, die international für ihren Traminer, dem Wein mit dem Duft der Rose, bekannt ist. Beginnend bei der Vinothek, führt das erste Stück bergauf zur aus dem 14. Jahrhundert stammenden geheimnisvollen Burgruine. Oben angelangt, können Sie auf 35 Metern Höhe einen wunderbaren Ausblick und die kraftgebende Stille des Platzes genießen.

Übrigens: Ganz besondere mystische Momente in der Natur kann man bei einer Vollmondwanderung rund um Klöch erleben, wenn der Mond in seiner ganzen Pracht leuchtet. Infos & Termine finden Sie hier.

5. Zu Staub und Asche

Das Freilichtmuseum in Trautmannsdorf zeigt in zehn historischen Gebäuden das Leben vergangener Zeiten. Besonders traurig ist die Geschichte im Hexenturm. Bei den Trautmannsdorfer Hexenprozessen (1690) wurden 37 Menschen wegen "Wettermacherei" und "fleischlicher Vermischung" (sexuelle Liebesbeziehungen mit dem Teufel) "zu Staub und Asche vertilgt".

6. Der megalithische Kraftwanderweg in Bad Loipersdorf

"Nehmen Sie sich Zeit. Steinenergie fließt langsam, aber stetig", heißt es bezüglich einer weiteren Attraktion, die sich auf den Hügeln von Bad Loipersdorf findet. Ein bis zwei Stunden sollte man für den "megalithischen Kraftwanderweg" schon einrechnen, zumal er aus 20 verschiedenen "Kraftplätzen" besteht, an denen jeweils ganz unterschiedliche Energien zu erspüren sind. Ein Highlight ist der Dolmen oder Steintisch. "Verweile ein paar Minuten in seinem Inneren, damit dein Körper die Schwingungen richtig aufnehmen kann." Den Abschluss des Wegs bildet die "Venusblume", ein „Schlüssel zu heilsamen, wandelnden, wohltuenden Kräften“. Von Blütenblatt zu Blütenblatt öffnet sich langsam das Herz …

7. Keltischer Baumkreisweg in Bad Waltersdorf

Ein liebevoller Apfelbaum oder eine ehrgeizige Esche? Wer wissen will, zu welchem keltischen Baumkreiszeichen er gehört, der kann auf dem keltischen Baumkreisweg in Bad Waltersdorf Antwort finden. Auf einer Strecke von zwölf Kilometern begegnet jeder seinem Geburtstagsbaum, das heißt jenem Baum, der seinen Geburtsdaten zugeordnet ist. Für die Kelten hatten Bäume eine besondere Bedeutung. Sie sahen sie als von Göttern und Naturgeistern beseelt. Der keltische Baumkreisweg führt zu 21 verschiedenen Baumarten und erklärt auf Informationstafeln den Charakter und die Eigenart des Baumes. Der Mensch kann sich darin wiedererkennen - und nebenbei schönste Aussichten genießen.