14.05.2020 Robert Hopfer

Auf den Spuren der Vergangenheit: 7 Ideen für einen Museumsbesuch

Vielfältig wie das Thermen- und Vulkanland Steiermark selbst präsentieren sich auch dessen Museen. Begib dich mit uns auf einen Streifzug durch die steirische Geschichte und entdecke, welche ungeahnten Schätze direkt vor unserer Haustüre liegen.


1. Museum im alten Zeughaus von Bad Radkersburg

Ein Rundgang durch das Museum im alten Zeughaus aus dem 16. Jahrhundert gleicht einem Gang durch die Geschichte Bad Radkersburgs. In insgesamt 12 Ausstellungsräumen reist man von der Vor- und Frühgeschichte, in die Gegenwart und endet mit möglichen Zukunftsszenarien für die Bevölkerung der Stadt und ihrer Umgebung. Das Museum verfügt über umfangreiche und zum Teil sehr wertvolle Bestände, wie eine der größten geschlossenen Zunfttruhensammlungen Europas, gefüllt mit Originaldokumenten.

Neben der ständigen Ausstellung finden jährlich ein bis zwei Sonderausstellungen statt. Die aktuelle Sonderausstellung "Zelting. Runddorf an der Kutschenitza", die die Geschichte des Dorfes von seinen Anfängen bis in die Gegenwart beleuchtet, freut sich bis Frühjahr 2021 zu den gewohnten Öffnungszeiten bei freiem Eintritt auf deinen Besuch.

2. Die Weltmaschine des Franz Gsellmann

Mitten im Thermen- und Vulkanland Steiermark, in Edelsbach bei Feldbach, steht eine Maschine, die zum Sinnbild für Eigensinn schlechthin geworden ist: 23 Jahre lang baute Franz Gsellmann wundersame Dinge – Zahnräder, Staubsauger, HulaHoopReifen, Vogelpfeifen, Obstschüsseln, Gondeln, ein Orgelgebläse, eine Windmühle aus Holland, einen Pokal aus Persien – zu einem Gebilde zusammen. 1981, kurz vor seinem Tod, montierte er ein großes, drehbares Fragezeichen und erklärt sein Werk für vollendet. 
Für Franz Gsellmann war es eine "Traummaschin", für die Leute ein "Blödsinn". Komm vorbei und entscheide selbst, was du in der Weltmaschine siehst.

3. Burg Riegersburg

Als inoffizielles Wahrzeichen der Südoststeiermark wacht die Burg Riegersburg auf einem 482 Meter hohen Vulkanfelsen über die gleichnamige Marktgemeinde. Seit der Landesausstellung 1987 ist sie vor allem als Hexenburg bekannt. Zusätzlich zum Hexenmuseum beherbergt sie noch ein Burg- und Waffenmuseum sowie eine Falknerei inklusive Greifvogelshow. Außerdem werden hinter ihren geheimnisvollen Burgmauern ganz ohne Hexerei, aber mit viel Mühe, Sauvignons und Burgunder aus den steil angelegten Burgweingärten gekeltert.

Kilometerlange Wehrmauern, insgesamt elf Basteien und sieben Tore säumen den historischen Fußweg hinauf bis zum Burgeingang. Als Kräfte sparende Alternative steht auch ein moderner Schrägaufzug zur Verfügung oder die abenteuerliche Variante über die Klettersteige – senkrecht am Burgfels hinauf.

4. Schloss Kornberg & Die kleine Welt der großen Schlösser

Das Renaissanceschloss Kornberg mit seinem wildromantischen Schlosshof ist nicht nur als Ausflugsziel, haubengekrönter Schlosswirt und Hochzeitsschloss sehr beliebt. Es gilt als Ausstellungszentrum im Thermen- und Vulkanland Steiermark und verfügt als solches über eine Teppichausstellung, ein Planetarium sowie eine Dauer- und wechselnde Sonderausstellungen. Schlossherr Mag. Andreas Bardeau führt euch auch persönlich durchs Schloss sowie seine privaten Gemächer!

An der Schlossauffahrt, im Meierhof zu Schloss Kornberg, ist die Dauerausstellung "Die kleine Welt der großen Schlösser" zu besuchen. 15 Modelle und zwei historische Schlachten lassen Sie in eine einzigartige Miniaturwelt eintauchen. Die Schlösser sind im Maßstab 1:75 und 1:100 nachgebaut, wobei in erstaunlicher Genauigkeit die kleinsten Details der Architektur, des Dekors und der Landschaft nachgebildet sind.

5. Nostalgisches Landleben im Bulldogwirt

Sowas findest du nur im Thermen- und Vulkanland Steiermark: Ein einzigartiges Museum besuchen und gleichzeitig hervorragende steirische Schmankerl im Wirtshaus genießen! In Straden hat Familie Wiedner nach 50 Jahren Sammelleidenschaft ein lebendiges Museum mit bäuerlichem Handwerk, Maschinen und Traktoren des letzten Jahrhunderts zusammengestellt und dieses mit ihrem Wirtshaus Bulldogwirt vereint.

Zwei Mal im Jahr öffnet Familie Wiedner Tür und Tor zum weithin bekannten und traditionellen Flohmarkt. Für Besucher gibt's das ein oder andere Schnäppchen zu entdecken, altsteirische Kulinarik mit Musik wird geboten und für Kinder gibt's eine große Spielwiese mit Rutschturm, Seilbahn und vieles mehr.

6. Klöcher Weinbaumuseum

Auf rund 50 Quadratmetern haben die Klöcher Winzer im Weinbaumuseum alte Weinbau-, Kellerei- und Fassbinderwerkzeuge ausgestellt, die Einblicke in vergangene Zeiten und Arbeitsweisen des Weinbaus in der Südoststeiermark geben. Vor dem Eingangsbereich steht eine Baumpresse aus dem Jahr 1812, die einmal jährlich - zum großen Pressfest im September - in Betrieb genommen wird.

Nach dem Museumsbesuch kannst du bei einer Weinverkostung in der Vinothek den Star der Region, den Traminer, verkosten oder bei einer gemütlichen Weinwanderung das Traminerland erkunden.

7. Pfeilburg in Fürstenfeld

In der Pfeilburg in Fürstenfeld ist neben dem Stadt- auch das Tabak- und das Kruzitürkenmuseum untergebracht. Letzteres erzählt in elf Räumen die Geschichte der "Stadt an der Grenze" nach.

Das Tabakmuseum hingegen widmet sich der Tabakverarbeitung, welche das wirtschaftliche Leben der Stadt und der Region Fürstenfeld bis in die jüngste Vergangenheit stark geprägt hatte. Bereits 1693 wurde in der Pfeilburg in Fürstenfeld die erste Tabakfabrik Österreichs errichtet. Damit zählt sie zu den ältesten weltweit. Hier werden auch wertvolle Exponate aus dem ehemaligen Tabakmuseum Wien präsentiert. Darüber hinaus befasst sich das Museum Pfeilburg in Sonderausstellungen mit speziellen Themenbereichen.

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